Knochenarbeiten der frühen Germanen
  Nadeln und Haarnadeln
 


Archäologische Funde zeigen, dass Nadeln aus langen Spänen hergestellt wurden, die man häufig aus Rindermetapodien gewinnt. Diese Knochen sind, da sie das volle Gewicht des Tieres tragen, besonders dicht und stabil und somit zu Herstellung von Nadeln bestens geeignet. 





Zunächst werden die Gelenkenden abgesägt und die Röhrenknochen in Späne zerlegt. Diese sind relativ gerade und zwischen 10 bis 15 cm lang. Sie haben einen grob quadratischen Querschnitt. Die entstandenen Sägekanten werden mit dem Messer oder einem kleinen Dechsel abgeschlagen und die noch verbleibenden Kanten werden mit Raspel und Feile abgearbeitet, so dass der Querschnitt des Werkstücks langsam rund wird. Dann wird eine Spitze herausgefeilt. Haarnadeln bekommen an ihrem oberen Ende ein nagelkopfartige Verzierung oder es werden Rillen in den Nadelkopf gefeilt. Hier folge ich den Fundvorlagen unterschiedlicher historischen Zeitstufen. 
Nähnadeln werden nach dem gleichen Prinzip geformt, allerdings bekommen diese im unteren, breiteren Teil dann eine Bohrung für den Nähfaden.
 
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